
Familie Mitrev für ZEIT Magazin N°21 / 2025
Natasha und Miki Mitrev müssen im April 2022 die Totgeburt ihrer Tochter Eva erleben.
Nach einer gesunden Schwangerschaft wird Natasha, 10 Tage über dem Geburtstermin hinaus, das Wehenmittel Angusta verabreicht.
Stunden später bringt sie ein lebloses Kind zur Welt.
Das Medikament sollte Cytotec ersetzen, eigentlich ein Magenmedikament, das für Geburtseinleitungen nicht zugelassen war, aber trotzdem von vielen Geburtstsationen genutzt wurde. Angusta hat den gleichen Wirkstoff wie Cytotec.
Steffi Unsleber geht in ihrer nun fast vier jährigen Recherche der Frage nach, ob das Medikament Schuld an diesem und anderen Fällen sein könnte.
„Die wichtigste Nebenwirkung des Wehenmittels ist die Überstimulation der Gebärmutter, das heißt: Wehen ohne Pause. Für die Mutter ist das extrem unangenehm. Frauen, die einen solchen Wehensturm erlebt haben, sagen, sie hätten das Gefühl gehabt zu sterben. Als würde ihnen ein Messer in den Bauch gerammt, wieder und wieder. Künstliche Wehen sind viel schmerzhafter als natürliche. Beim Kind kann das zu Sauerstoffmangel führen. Im Schlimmsten Fall kann es Behinderungen davontragen oder sterben. (…)“





